Der freundliche Rettungssanitäter Forti erklärte uns einen Rettungshelikopter und seine Einrichtung und die fachliche Zusammensetzung der Crew. Er erzählte humorvoll aus dem Nähkästchen seiner eigenen Erfahrungen, wie Rettungseinsätze ablaufen, wie schnell eine Crew einsatzbereit sein muss, wie die Bergung Verletzter in unwegsamem Gelände mittels Seilwinde erfolgt, und packte eine Teilnehmerin anschaulich in den für solche Fälle verwendeten Vakuum-Bergungssack.
Danach zeigte uns Forti im Besucherzentrum einen eindrücklichen Videofilm über die Organisation der REGA und die vielfältigen Einsätze, welche sich nicht nur auf die Schweiz und Helikopter-Einsätze beschränken, sondern dank eigener Jets mit Spitaleinrichtung auch Repatriierungen aus dem fernen Ausland (u.a. aus Asien, Südamerika, Afrika) ermöglichen. Die REGA ist eine bereits in den 1950er Jahren gegründete private Organisation mit heute 500 Mitarbeitern, die sich hauptsächlich durch Spenden der 3,7 Millionen Gönner und zum kleineren Teil durch die Beiträge von Krankenkassen und Versicherungen finanziert. Die Zahlen sind eindrücklich: allein im Jahre 2025 erfolgten über 20'000 Einsätze, davon mehr als 15'000 mit Helikopter der 14 in der Schweiz bestehenden Basen, sowie über 1'000 Repatriierungen mit den Ambulanzjets. Weitere knapp 4'000 Flüge erfolgten für dringende Patientenverlegungen, sowie für den SAC Schweizerischer Alpen-Club. Die Einsatzzentrale in Zürich ist täglich rund um die Uhr besetzt und verfügt über medizinisches Fachpersonal, welche bei einem Alarm unverzüglich über die erforderlichen Rettungsmassnahmen entscheiden.
Auf die Frage einer Teilnehmerin, was denn so eine Rettungsaktion kostet, meinte Forti, dass bei einer Heli-Aktion pro Minute mit etwa 100 bis 130 Franken zu rechnen sei, bei einem Ambulanzjet käme man auf etwa 130'000 Franken. Als Gönner fahre man aber wesentlich besser, denn solchen werde eine Rettungsaktion nicht in Rechnung gestellt. Er ermunterte daher die Teilnehmer, möglichst bald als Gönner der REGA beizutreten...
Sichtlich beeindruckt führte der Bus die Teilnehmer nach der knapp zweistündigen Präsentation zum Restaurant Heidihof in Maienfeld zum gemeinsamen Mittagessen und Tagesausklang.
N.B. Weil die REGA die Teilnehmerzahl der Führung auf 30 Personen beschränkt, plant der Liechtensteiner Seniorenbund eine Wiederholung der Exkursion im Frühjahr 2027.
Bericht und Fotos: Mario Amann, Vorstand LSB