Das grosse Interesse und die unterschiedlichen Altersgruppen im Publikum zeigen, dass ein generationsübergreifendes Bedürfnis besteht, Künstliche Intelligenz besser zu verstehen. Neben der Faszination für die technologische Entwicklung, die anhand von Live-Anwendungen vorgestellt wurde, gab es auch kritische Stimmen aus dem Publikum. Den beiden Referenten von Ahead X gelang es, mit unterschiedlichen Methoden einen abwechslungsreichen Showabend zu gestalten, der fast wie ein TEDx-Talk oder die Produktvorstellung eines Tech-Konzerns wirkte. Die Veranstalter und Referenten traten zudem direkt mit den Anwesenden in den Dialog, und auch in der Pause wurde im Publikum rege über KI diskutiert. Wir bedanken uns bei den Organisatoren der Veranstaltung für unsere Präsenzmöglichkeit vor Ort. Diese Veranstaltung ist eine von vielen Möglichkeiten, KI vorzustellen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Es ist jedoch absehbar, dass nicht alle Generationen sowie marginalisierte Gruppen mit dem Tempo der Entwicklung mithalten können. Zwar sind unter den „Jungsenioren“ (65–75 Jahre) mittlerweile rund 90 % online und nutzen moderne Apps, ab etwa 80 Jahren nimmt die Nutzung jedoch stark ab. Wer bei neuen Technologien wie KI komplett aussen vor bleibt, läuft Gefahr, von einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft abgehängt zu werden. Dies zeigen die aktuelle Studie Digital Seniors 2025 der Pro Senectute Schweiz sowie aktuelle Publikationen von Dr. Alexander Seifert von der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Der Liechtensteiner Seniorenbund wird 2027 eine Reihe neuer Lern- und Übungsformate testen und neue Angebote zur Unterstützung älterer Menschen im Bereich Digitalisierung umsetzen.

Das geplante Kursprogramm des Liechtensteiner Seniorenbundes reicht von Unterstützungsformaten für Neueinsteiger (Kaufberatung für Smartphones/Tablets/Laptops, Kurs „Mein erstes Smartphone“) über Angebote für Anfänger (bewährte Apps für den Alltag) und Fortgeschrittene (neuere Apps, Produktivität) bis hin zu speziellen KI-Kursen.

Weitere Unterstützung bei individuellen Fragestellungen bieten das Smart Café des Jugendrotkreuzes sowie Sprechtage beim Seniorenbund. Zudem gibt es Hilfe durch Freiwillige von Zeitvorsorge Liechtenstein (www.zeitvorsorge.li) oder möglicherweise auch wohnortnah durch eine Seniorenkoordination der Wohngemeinde.

Aktuell steht der Liechtensteiner Seniorenbund im Gespräch mit verschiedenen Kursleitenden und baut ein Netzwerk sowie die Arbeitsgruppe „Digitale Teilhabe 2027“ auf. Diese steht gemeinsam mit Fachleuten und Seniorinnen und Senioren für die Ermittlung und Planung neuer Kursangebote.

Die ersten Termine des Kursprogramms werden wir an unserem Infotisch am 20. November beim Digitaltag in Vaduz präsentieren.

 

Fotos: Titelbild von Melanie Summer (LSB), weitere Bilder von Nils Vollmar (Liechtensteiner Vaterland)

Siehe auch Fotogalerie: Liechtensteiner Vaterland - Fotogalerien - Vaterland online

Publikationen / Studien:

 

Hier finden Sie unseren neuen Flyer "Digitale Teilhabe": Als PDF herunterladen - Hier klicken 

Gedruckte Exemplare gibt es bei uns im Büro.

 

Bericht: Informations- und Beratungsstelle Alter